Der Wald

Ich glaube, dass der Wald richtig ist, wie er ist. Mit seinen Nadeln und Blättern. Mit seinen kleinen und großen Tieren. Mit seinem Moos, seinem modrigen, erdigen, kühlen oder frischem Geruch. Seinem Holzgeruch. Ob er „aufgeräumt“ oder „unaufgeräumt“ ist. Mit seinen Schatten und seinen Lichtstrahlen. Mit seinen alten und jungen Bäumen. Mit seinem Entstehen und Vergehen.

Einfach so wie er ist. Mit allem, was zu diesem Wald gehört. So mag ich ihn – einerlei wo ich diesem Wald begegne.

Er ist aus der Liebe Gottes gemacht – so gemacht – und durch die Liebe ist er so geworden, wie er jetzt ist.

Niemand sagt zum Wald: „Du musst dich erst herausputzen, damit man dich anschauen mag. Dich sehen mag. Zu dir kommen mag. Du bist zu alt, deine Bäume sind zu dick, zu dünn. Dein Geruch ist modrig. Ich such mir lieber einen jungen, schlanken, schönen Wald.“

Der Wald ist Wald, und so wie er ist, ist er richtig. Mit den Tieren, den Pflanzen, den Wegen, den Hütten, den Tümpeln und Mooren – mit allem, was speziell zu diesem Wald gehört.

Niemand sagt, er sei nicht richtig.

Warum sagen wir das von den Menschen und erlauben uns zu bewerten?

Sagen wir ihnen doch, dass sie richtig sind.